Allgemein Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.

Luther, die Kinder und die Bildung

Von Atelier / Werkstatt von Lucas Cranach der Ältere - Selbst fotografiert, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53582482
Von Lucas Cranach der Ältere - Unbekannt, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=470345
Katharina von Bora – Von Lucas Cranach der Ältere – Unbekannt, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=470345

Man soll „neben den Apfel eine Rute legen“, empfiehlt Martin Luther zur Erziehung der Kinder. Damit war er ganz ein Kind seiner Zeit. Selber hätte er davon berichtet, dass er von seinen Eltern blutig geschlagen worden sei. Und manchmal würden dem Menschen als gefallenem Wesen, das permanent der Versuchung des Teufels ausgesetzt sei, eben nur Prügel helfen. Immerhin aber habe er erkannt, dass auch Lob und Belohnung – im Sprichwort in Form eines Apfels – wichtig seien. So sieht es zumindest Carsten Passin, Philosoph und Projektleiter des bundesweiten Jugendbildungsprojektes „Denkwege zu Luther“, mit ich am 27.3. im Landkreis Wittenberg unterwegs war.

Auch wenn der Haushalt – und damit auch die Kindererziehung – zu wesentlichen Teilen von seiner Frau Katharina geführt wurde, würde laut Passin berichtet, dass Luther sogar gelegentlich die Windeln gewechselt hätte.

Wie Melanchthon wäre Luther demnach der Meinung gewesen, dass alle Kinder – Jungen und Mädchen – eine Schule besuchen sollten. Die Schulpflicht hätte er als doppelte Chance gesehen. Zum einen bräuchte das Land gebildete Leute, die in ihren jeweiligen Berufen und Ständen Gott bestens dienen könnten. Zum anderen könne man erst durch das richtige Lesen der heiligen Schrift zum aufrichtigen Christen werden, der weiß was gut ist.

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